Heimat


…ist Heimat ein Ort, ein Gefühl, ein Mensch? Wie spüre ich, dass ich eine Heimat habe oder sie verloren ging?
Erkenne ich sie erst im Verlust, am und im Heimweh?
Kann ich in einer anderen Straße, einer anderen Stadt oder anderem Land eine neue Heimat finden?
Und wenn, geht es noch mit fünfzig?
Hört die Fähigkeit, eine Heimat im Herzen zu gründen, bereits nach der Jugend auf?
Ist es einer der Zauber

Es gibt die Gewohnheit der mittlerweile vertrauten Strassen und Wege, Bäcker und Getränkehändler, indischer und vietnamesischer Lokalen neben dem Italiener im Viertel, aber ist das Heimat?

In der Diskussion darüber sagte ein Teilnehmer sinngemäß, Kochen ist eine Tätigkeit, die ein Gefühl von Heimat schafft. Und das stimmt, wir kochen, wie wir es von zu Hause kennen:

Essen wie bei Muttern.

Geschmack, Geruch und Atmosphäre scheinen das Bild, das Gefühl von Heimat in die Erinnerung zu rufen, eine Brücke der Gedanken.

Das wird an einer Stelle im Film „Ratatouille“ deutlich. Anton Ego, der berüchtigte Restaurantkritiker, kostet das Überraschungsmahl und wird von seinem Geschmackseindrücken gedanklich auf eine Reise geschickt. Er verlässt den vornehmen hohen Speisesaal mit seinen schweren dunklen Vorhängen und steht als kleiner Junge mit laufender Nase schniefend auf der Schwelle zur Küche …

produced by Pixar Animation Studios and released by Walt Disney Pictures

Ergibt die Summe aus Kindheit und Geborgenheit Heimat?

Ist sie ein Anker, die unsere Seele im Leben auslegt?

Bin ich ohne Heimat haltlos?

„Mein Zuhause ist kein Ort, das bist Du.“

F.Kliemann

… und das soll wohl ein heftiger Liebesbeweis sein.

Heimat ist wichtig, etwas großes, obwohl es klein sein kann.

Heimat ist ein Anker. Die Erinnerungen sind die Seile, die zu ihm führen.

Ein Schiff hat einen Anker für die Not unter Deck. Einen Ersatz, das wars dann aber auch.