Kebab


Die Sonne prallt auf die Scheibe, dahinter ein kleiner Raum. 
Drei Tische, ein langer, das Fenster entlang.
Mit Mäuerchen und Vitrinen abgetrennt die Küche, offen.
Zwei Spieße im Karussell.

Auf dem Fenstertisch eine lange Reihe von Botschaftern aufgestellt nach Herkunft und Geschmack bieten sie den Löffel zum Gruß.
Sie sonnen sich in kupfernen Schalen, versuchen den Wettkampf der Farben zu entscheiden. Das dunke Rot wirft schwer das heiße Licht zurück. Gekörntes Grün duftet neben dem warmen Gelb, was kumpelhaft die Sonnenstrahlen grüßt. Von dem groben Schwarz ganz am Ende leuchtet nicht viel über den Rand.

Treibstoff für den Gaumen, die Nerven, die Bilder, die sich erinnern.
An nackte Füße, Sand auf der Haut, Wellen am Bug, ein Bier auf dem Rücken, danach.

Runde Brüste aus Teig verlaufen in einem Hauch von Mehl. Ruhen sich aus auf der dunklen schweren Platte. Werden flacher und suchen zum Rand die missende Hand. Schwarze Sterne fallen auf ihre weiche Haut. Fliegende Hände streuen und packen und ziehen achtsam, die Seele nicht verletzend.

Die Kante trennt die zarte Berührung in kleine Oasen.
Getrennt angetreten liegen sie da und warten auf die glühenden Strahlen hinter der Klappe.

Der Teller gefüllt mit fliegenden Stücken gestochenen Lebens, Reis und Salat balanciert in meiner Hand nach draußen in den warmen Mittag,
was für eine Abkühlung.
Kebab Corner

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